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Aktuelles

Apr. 01 2025

Erlebnisinseln auf dem Weg

Ein Natur- und Lehrpfad über die Alte Burg und durchs Einetal ist ein neues Projekt des Verschönerungsvereins Aschersleben. Wie die Mitglieder das Vorhaben angehen wollen.

Der Ascherslebener Verschönerungsverein arbeitet an einem neuen Projekt: Auf der Alten Burg und im Einetal könnte ein Natur-, Lehr- und Erlebnispfad entstehen. Die Planungen dafür sind schon sehr konkret. Der Weg soll vom Zoo über die Westdorfer Warte, den Luisenblick, die Erdkerbe hinunter ins Einetal und hinter dem Freibad auf der rechten Seite wieder hinauf zum Zoo führen. An zehn bis zwölf Stationen sollen die Nutzer die Gelegenheit bekommen, Natur, Geologie, Tierwelt und Besonderheiten auf möglichst abwechslungsreiche Weise kennenzulernen, erklärt Vereinschef Silvio Merkwitz. Dabei gehe es nicht um lange Erklärtexte auf bunten Tafeln, sondern um das Erleben von Natur und kulturellen Gegebenheiten mit allen Sinnen.

Gedacht wird an Erlebnisinseln, die für Jung und Alt gleichermaßen etwas bieten sollen. „Wir möchten auf andere Art Wissen vermitteln, über das Hören, Sehen und Fühlen, über verschiedene Objekte und Plastiken vielleicht“, beschreibt es der Vereinsvorsitzende. Der gesamte Rundweg hat eine Länge von gut drei Kilometern, ist also auch für Familienmit Kindern gut zu schaffen. Umdas Projekt in die Tat umzusetzen und dafür Fördermittel einzuwerben, unternimmt der 130 Mitglieder starke Verein nun einen zweiten Anlauf. Schon im vergangenen Dezember hatte der Verein eine Bewerbung, einen sogenannten Steckbrief, bei der Leader-Aktionsgruppe eingereicht. Weil der Verein sich auch den Neubau der Fuchsbrücke als Teil des Projektes auf die Fahne geschrieben hatte, kamen gewaltige Kosten von etwa 700.000 Euro zusammen. Aufgrund der ungeklärten Finanzierung hatte die Bewerbung zunächst keine Chance. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen verändert (siehe „Neue Hoffnung für Einetal-Brücken“).

„Die Brücke fällt jetzt raus, so dass wir uns erneut für die nächste Runde bewerben können“, sagt Silvio Merkwitz. Der Steckbrief muss bis Ende April eingereicht werden, wird das Vorhaben als förderwürdig eingestuft, könnte es zum Ende des Jahres einen Bewilligungsbescheid geben. Weil es auch in diesem Fall nicht ohne Eigenmittel geht, denkt der Verschönerungsverein als Ergänzung an einen Spendenaufruf, vielleicht an eine Crowdfunding-Aktion. „Wir werden uns gut vorbereiten auf die Bewerbung“, sagt Merkwitz. Touristische Aufwertung und Landschaftspflege, „das ist genau das, was wir als Verein erreichen wollen.“ Die Realisierung des Vorhabens ist auf die Jahre 2027/28 angelegt. Ist der EinePfad 2028 fertig, hätte das auch eine symbolische Bedeutung. Denn vor 200 Jahren, im März oder April 1828, ist der Vorgängerverein unter dem Namen „Verein zur Verschönerung der Umgebungen der Stadt“ gegründet worden. Ihm ist unter anderem die Gestaltung des damals noch kahlen Burgberges zu verdanken.

Die Aufforstung ging dann weiter unter der Ägide des 1889 neugegründeten „Verschönerungs-Vereins Aschersleben“, dessen Gründungsväter unter anderem Amtsgerichtsrat Karl König und der Stadtrat Gustav Ramdohr waren. Zu den Projekten dieses Vereins gehörten die Anlage des Luisentempels, der Gedächtnisstein und die Bank an der Westdorfer Warte, die Anpflanzung des Stadtwaldes zwischen Westdorfer Warte und „Alter Burg“ sowie die Aufforstung des Einetals. Der Rundweg führt also genau dort entlang, wo schon die Altvorderen sinnstiftend tätig waren.

Quelle: MZ Aschersleben / Kerstin Beier / Foto: Verein

mit freundlicher Genehmigung der Mitteldeutschen Zeitung 

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